Vor zwei Jahren hat das Saarland einen mutigen Schritt gewagt: Die Bearbeitung der Beihilfeanträge für rund 40.000 saarländische Landesbedienstete und Ruhestandsbeamte wurde zum 01. April 2024 an die Postbeamtenkrankenkasse übertragen. Was damals als wichtiger Teil der Verwaltungsmodernisierung startete, hat sich inzwischen als echte Erfolgsgeschichte erwiesen.
Das Ziel war klar: deutlich schnellere Bearbeitung, besseren Service und eine moderne, digitale Abwicklung – bei gleichzeitig spürbarer Entlastung der eigenen Verwaltung. Zwei Jahre später zeigt sich: Die Entscheidung hat sich gelohnt.
Deutliche Verbesserungen für die Beihilfeberechtigten
Die durchschnittliche Bearbeitungszeit ist stabil auf deutlich unter zehn Werktage gesunken – auch in den Stoßzeiten. Früher schwankte sie je nach Auslastung zwischen 10 und 25 Werktagen.
Gleichzeitig wurde mit der Kooperation erstmals eine benutzerfreundliche Einreichungs-App eingeführt. Die Resonanz war von Anfang an überwältigend. Über 70 Prozent der saarländischen Beihilfeberechtigten nutzen inzwischen die App – ein Wert, der sogar über dem Durchschnitt aller PBeaKK-Kunden liegt und weiter steigt.
"Die Menschen wollen ihre Beihilfe einfach, schnell und unkompliziert erledigen – möglichst digital", sagt man auf beiden Seiten. Genau das ist gelungen.
Die stellvertretende Vorsitzende Frau Jordana Becker von der Gewerkschaft der Polizei Saarland (GdP) stellt ebenfalls die enorme Verbesserung hinsichtlich der Bearbeitungszeiten der Beihilfeanträge heraus: "Seit der Übernahme durch die Postbeamtenkrankenkasse erfolgt die Erstattung der Beihilfestelle in 90% der Fälle weit vor der Erstattung der PKV."

Besonders erfreulich: der Kundenservice der Postbeamtenkrankenkasse bearbeitet die Anrufe aus dem Saarland mit hoher Erreichbarkeit und großer Freundlichkeit.
Das Service-Center der PBeaKK bietet persönliche Hilfe und Unterstützung und ist arbeitstäglich von 7.30 Uhr bis 15.30 Uhr erreichbar.
Durch einen komfortablen Rückruf-Service, können die Beihilfeberechtigten zudem jederzeit einen Terminwunsch zu der ihnen passenden Zeit auswählen.
"Früher haben wir oft lange in der Warteschleife gehangen. Heute komme ich schnell durch und werde wirklich gut beraten", erzählt eine Beihilfeberechtigte aus Völklingen.
Die hohe Erreichbarkeit des Kundenservice der Postbeamtenkrankenkasse begeistert auch die Mitglieder der GdP, weiß die stellvertretende Vorsitzende Frau Jordana Becker zu berichten.
Starke Partnerschaft mit klaren Ergebnissen
Bereits in der zweijährigen Vorbereitungsphase haben das Saarland und die Postbeamtenkrankenkasse eng und vertrauensvoll zusammengearbeitet. Neue Schnittstellen zwischen den im Land eingesetzten Personalabrechnungsverfahren und dem Mitgliedschaftswesen der Postbeamtenkrankenkasse wurden geschaffen, hohe Datenschutz- und Sicherheitsstandards umgesetzt und erstmals ein modernes KI-fähiges Risikomanagementsystem eingeführt. Dieses erkennt Doppeleinreichungen oder Auffälligkeiten zuverlässig und sorgt so für mehr Korrektheit und Wirtschaftlichkeit. All dies sorgt für reibungslose Abläufe.
Leuchtturmprojekt mit Vorbildcharakter
Im Saarland wird die Kooperation als richtungsweisendes Modernisierungsprojekt gesehen. Besonders Aufgaben mit hohen Stückzahlen und standardisierbaren Prozessen eignen sich hervorragend für solche Partnerschaften. Die Erfahrungen aus den vergangenen zwei Jahren können daher als Blaupause für weitere Kooperationen dienen. Es ist geplant, auf Basis der gemachten Erfahrungen weitere Bereiche systematisch auf ihre Modernisierungs- und Digitalisierungspotenziale hin zu überprüfen.
Fazit
Die Zusammenarbeit mit der Postbeamtenkrankenkasse zeigt anschaulich, wie öffentliche Verwaltung zukunftsfähig werden kann: durch kluge Partnerschaften, mutige Digitalisierung und den klaren Fokus auf die Bedürfnisse der Menschen, die sie betreut. Zwei Jahre nach dem Start ist eines deutlich geworden: manchmal ist der beste Weg nach vorne die Zusammenarbeit mit dem richtigen Partner.
